Sturzprophylaxe


...Nutzung von Gehhilfen und Rollatoren sowie Treppenliften für eine sichere Fortbewegung

Gehhilfen und Rollatoren ermöglichen Ihnen einen sicheren Gang. Überkommt Sie einmal ein Schwächegefühl, können Sie sich auf Ihre Gehhilfe stützen bzw. sich auf den Rollator setzen und dort kurz verschnaufen. Auch beim Einkaufen sind Rollatoren äußerst praktisch, da sie oftmals mit Körben versehen sind, in die Sie bequem ihren Einkauf packen können. Schwere Taschen und Beutel müssen somit nicht mehr getragen werden, sodass Sie geschont werden.


Was kann mit Sturzprophylaxe und einem Gleichgewichtstraining erreicht werden?

• Minderung der Angst, zu stürzen
• mehr Sicherheit
• Verbesserung der Koordinationsfähigkeit
• Aktivitäten des täglichen Lebens können weiter selbst ausgeführt bzw. sicherer durchgeführt werden

Mit der Verbesserung des Gleichgewichtssinns geht eine Steigerung des Selbstwertgefühls sowie der Mobilität einher.


Sturzbedingte Verletzungen zählen zu den häufigsten Ereignissen

Etwa 30% aller Menschen über 65 Jahre stürzen mindestens ein Mal im Jahr, und ihr Risiko für weitere Stürze ist deutlich erhöht. Jenseits von 75 Jahren liegt die Rate noch höher. Frauen sind fünfmal häufiger betroffen als Männer. 20-30% der Sturzopfer ziehen sich Verletzungen zu, die die Mobilität und Unabhängigkeit einschränken oder zu erhöhter Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und Sterblichkeit (Mortalität) führen. Knochenbrüche (Frakturen) treten zwar in weniger als 10% der Fälle auf, können dann jedoch zu Morbidität über einen sehr langen Zeitraum führen. Allein die Zahl der sturzbedingten Hüftfrakturen stieg in Deutschland von 1994 bis 2004 um 20.000 auf 120.000 pro Jahr. Sturzbedingte Verletzungen zählen zu den häufigsten Ereignissen, die die Selbstständigkeit zu Hause lebender Älterer beeinträchtigen, Ängste auslösen, ihre Alltagskompetenz einschränken, Pflegebedürftigkeit und Heimeinweisungen bewirken. Sturzbedingte Verletzungen sind in etwa 40% der Fälle der Auslöser für eine notwendige stationäre pflegerische Langzeitversorgung. In Deutschland gelten Stürze mit Todesfolgen als fünft häufigste Todesursache. Durch Stürze entstehen erhebliche Kosten im Sozial- und Gesundheitswesen. (Quelle: Gesundheitsamt Bremen)